Bekanntheit schaffen, Images pflegen, Standpunkte vermitteln. Das ist die Aufgabe von PR. "Tue Gutes und rede darüber" - den zeitlosen Wahlspruch der PR kennt wohl jeder. Doch hin und wieder stoße ich auf völlig falsche Vorstellungen von PR: Dann werden zum Beispiel PR-Strategien mit PR-Instrumenten verwechselt, PR-Maßnahmen als Zweck und nicht als Mittel gesehen, oder es wird PR-Arbeit auf nur ein Instrument, meistens PR-Texte, reduziert. Dabei hat sich Public Relations in den vergangenen Jahrzehnten stark ausdifferenziert: Die Bereiche Produkt-PR, HR-PR, Marken-PR, Krisen-PR und Personality-PR sind nur einige Beispiele hierfür.
Der Wirkungskreis der Öffentlichkeitsarbeit ergibt sich aus den Interessen- und Anspruchsgruppen (z.B. Consumer Relations, Human Relations, Investor Relations), aus dem zu vertretenden Gegenstand (z.B. Produkt-PR, Personality-PR, Unternehmens-PR, Nonprofit-PR, Political Communications, Public Affairs, Börsenkommunikation), aus bestimmten Ereignissen (z.B. Event-PR, Messe-PR, Krisen-PR, HR-PR) oder aus den geografischen Zuordnungen (lokale/regionale PR, Länder-PR, internationale PR).
Letztlich ist PR der professionelle Arbeitsbereich, in dem systematisch die (Kommunikations-)Interessen der jeweiligen Auftraggeber gegenüber unterschiedlichen Öffentlichkeiten geplant und umgesetzt werden. PR-Arbeit generell auf Text-Arbeit zu reduzieren, wäre nicht nur zu kurz gegriffen, sondern würde das Potenzial völlig verkennen.
Public Relations ist also mehr...
...als das Verfassen und Versenden von Pressemitteilungen
...als die Organisation und Durchführung von Presseveranstaltungen
...als Bloggen oder Posten von Nachrichten in Social Communities
...als Issues-Management und Corporate Social Responsibility
...als Interne Kommunikation und Investor Relations
...als Krisen-PR und Change-Management
Erst im Zusammenspiel aller Kommunikationsinstrumente und aller konzeptionell aufeinander abgestimmter und integrierter Strategien entfaltet sie ihre volle Wirkung.