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Die Columbo-Strategie aus Sicht der NLP-Forschung

Die Linzer Akademie für NLP unter Leitung von Walter Ötsch, Universitätsprofessor am Institut für Volkswirtschaftslehre der Johannes-Kepler-Universität Linz, vermerkt im Wörterbuch des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) :

 

Bei der Columbo-Technik nimmt sich eine Person ganz zurück, sie agiert wenig ichhaft, gibt den anderen viel Raum, arbeitet mit Understatements und Entschuldigungen und agiert scheinbar nebenbei und zerstreut. In der Haltung, die Inspektor Columbo vermittelt, kann man andere Personen respektvoll führen ("Verzeihen Sie bitte, da habe ich auf einmal eine Idee, ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, aber erlauben Sie es mir trotzdem, dass ich ..." usw. ). Dies kann (die passende innere Einstellung vorausgesetzt) eine gute Basis sein, um unauffällig und unbemerkt NLP-Techniken anzuwenden und sehr zielgerichtet zu handeln.

Inspektor Columbo selbst ist ein gutes Modell für manche Kommunikations-Techniken des NLP. Er löst seine Kriminalfälle, indem er u.a.

  1. genau wahrnimmt,
  2. gezielt nachfragt, d.h. das Meta-Modell verwendet,
  3. andere ablenkt und Trancen induziert, indem er das Milton-Modell einsetzt,
  4. dabei unbemerkt Anker setzt,
  5. ständig den Prozess beobachtet, d.h. auf einer Meta-Ebene präsent ist,
  6. wirksame Unterbrecher setzt,
  7. Interpretationen anbietet (er entschuldigt sich, spielt den Verwirrten, ... ), die es anderen ermöglichen, seinem ungewöhnlichen Verhalten Sinn zu geben, und
  8. abgegrenzt von anderen seinen inneren Zustand selbst bestimmt.

 

Literatur: Rückerl, Thomas (1996): NLP in Stichworten. Das aktuelle NLP-Lexikon. Ein Überblick für Einsteiger und Fortgeschrittene. 2. Auflage. Paderborn: Junfermann, S. 55.

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