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Sustainability AgendaNachhaltigkeitskommunikation für Unternehmen und Institutionen Unsere Meinung: Heute veröffentlicht fast jedes große und auch immer mehr mittelständische Unternehmen einen Umweltbericht. Doch ist ein "Umwelt"-Bericht angesichts der Nachhaltigkeitsdiskussion der vergangenen Jahre nicht zu eingleisig? Vor rund zehn Jahren etablierte sich der Begriff Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development). Er basiert auf der Agenda 21, die auf dem Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992 verabschiedet wurde. Mit Nachhaltiger Entwicklung sollen stabilitätspolitische und wirtschaftliche Ziele sowie die Ziele soziale Gerechtigkeit und Schutz der Umwelt miteinander verbunden und verwirklicht werden. Das Prinzip Nachhaltigkeit beruht infolgedessen auf drei Säulen: Ökologie (Umweltschutz, Ressourcenschonung, Energieeffizienz), Ökonomie (vorausschauendes Wirtschaften und Investieren) und Soziales (Armutsbekämpfung, Angleichung der Sozialstandards, Gleichberechtigung der Geschlechter, Nationen, Religionen). Eine nachhaltige Entwicklung ist dann erreicht, wenn die heute lebenden Menschen ihre Bedürfnisse in einer Weise befriedigen, die auch künftigen Generationen die Chance lässt, ihrerseits ihre Bedürfnisse - zumindest auf dem heutigen Niveau - zu befriedigen. Sind angesichts dieser Entwicklung nicht Nachhaltigkeitsberichte und Nachhaltigkeitskommunikation das Gebot der Stunde? Die Herausgeber des Bandes Sustainability Agenda, Gregor Schönborn, CEO bei Kohtes Klewes, und Andreas Steinert, Geschäftsführender Partner für den auf Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation spezialisierten Bonner Standort der Agenturgruppe, beantworten diese Frage mit einem deutlichen Ja und belegen dies mit kompetenten Gastautoren, Interview- und Gesprächspartnern, die in dem kleinen Band zu Wort kommen: Tell Münzing und Peter Zollinger von der britischen Beratungsorganisation SustainAbility Ltd. erläutern den konstruktiven Umgang mit kritischen Bezugsgruppen. Prof. Stefan Schaltegger von der Universität Lüneburg beschreibt die Börsenrelevanz nachhaltig wirtschaftender Unternehmen. Volkmar Lübke, ehemals beim Institut für Markt Umwelt Gesellschaft (IMUG) und heute bei der Verbraucher Initiative, stellt die Frage nach den sozialen Nachhaltigkeitsindikatoren bei Unternehmen. Shell-Aufsichtsrat Prof. Fritz Vahrenholt erklärt erstmals, warum er den Vorstandssitz des Unternehmens niederlegte. Umweltberichtsexperte Dr. Klaus Fichter wägt zwischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten ab. Nach der Lektüre des Bandes steht fest: Wir haben uns von den Begriffen Umwelt und Umweltkommunikation zu verabschieden. Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitskommunikation lösen die Begriffe der neunziger Jahre ab. Das Prinzip Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort mehr. Für die deutsche Bundesregierung ist Nachhaltigkeit ein zentraler Leitbegriff des Handelns. Längst bestimmt es auch in vielen anderen Bereichen ganz konkret die Kommunikation. Nachhaltigkeit wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verstärkt zum integrierten Bestandteil der politischen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklung werden. Der entsprechende Wandel von Einstellungen und Unternehmensleitlinien ist bereits beobachtbar. Nachhaltigkeitskommunikation ist eine große Chance, von der aber noch zu wenige Unternehmen Gebrauch machen. Dabei brauchen Unternehmen mehr denn je ein Nachhaltigkeitsprofil. Denn wer erfolgreich ist, weil er ökoeffizient, sozialkompetent und profitabel wirtschaftet und dies auch kommuniziert, stellt seine Zukunftsfähigkeit unter Beweis. Wer der Entwicklung nicht folgt, verliert den Anschluss an die zunehmende Dynamik dieses Wandels. Das Buch ist eine sehr gute Einführung in die Thematik. Es beantwortet sehr begreiflich die Frage, warum sich mehr Unternehmen mit dem Leitbild der Nachhaltigkeit beschäftigen sollten. Thomas Mavridis In: PR-Guide 6/2001
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